Unser Wüstenfuchs Rommel hat heute Geburtstag. 1891 wurde unser Fuchs im Schwabenland geboren und dessen tollkühne Feldzüge und Afrika sind unvergessen. Auf der Leinwand werden wir allerdings vergeblich nach den Siegen unseres Wüstenfuchses suchen. Erst nach der Abschüttelung der amerikanischen Fremdherrschaft wird dieser wohl filmisch die englische Festung Tobruk erstürmen, die Amerikaner am Kasserinpass schlagen und dem alten Scheißhaus Monty bei Caen den Spaß verderben dürfen. Unsere italienischen Waffenbrüder habe jedoch einen Film über die zweite Schlacht von El Alamein gemacht, den man sich durchaus (zur Feier) des Tages ansehen kann: https://www.youtube.com/watch?v=rEcAY_X1OC8 – Es handelt sich dabei allerdings um einen der NAVO-Kriegsfilme – als deren gewöhnliche Vertreter wohl Filme wie „Der längste Tag“, „Die Brücke von Arnheim“ oder „Die letzte Schlacht“ zu nennen wären; in diesen sind wir Deutschen zwar nun auch – wie immer – die Bösen, dürfen aber auch mal etwas treffen und überhaupt sind darin alle Soldaten der NAVO ritterlich und tapfer, der Autobahnbauer und seine Anhänger aber die bösen Buben. Man merkt hier also den Unterschied zu den jüngeren amerikanischen Kriegsfilmen „Der Soldat James Ryan“ oder „Herz aus Stahl“, in denen sich die Amerikaner als kleine, tapfere Schar von Helden darstellen, die gegen eine riesige deutsche Übermacht kämpfen müssen und dabei uns Deutsche wie die Fliegen abschießen. Den Film allerdings „Königstiger vor El Alamein“ zu nennen, war nur bedingt klug. Denn unsere Karo hat sich das panzerdichterisch nicht entgehen lassen und unserem Wüstenfuchs Rommel nunmehr tatsächlich Königstiger gegeben. Sehr zum Ärger vom alten Scheißhaus Monty, dessen fieser Panzerplan damit vereitelt ist. Der Monty hat nämlich unsere Panzer III und IV mit seinen Shermans aus großer Entfernung unter Beschuß nehmen lassen und das geht nun mal bei unserem Königstiger nicht, da dieser viel weiter schießen kann als der amerikanische Sherman und obendrein auch bedeutend stärker gepanzert ist… Zur Feier des Tages werfen wir natürlich auch einen Blick in „Krieg ohne Haß“ und hören von der Eröffnung des Vorstoßes auf Tobruk im Jahre 1942:

„Am 26. Mai um 14 Uhr trat die italienische Infanterie unter dem Kommando des General Crüwell nach starken Feuerschlägen der Artillerie zum Frontalangriff gegen die Gazalastellung an. Zur Täuschung der Briten, – die hier, wie erwähnt, den Hauptstoß der Achsenverbände erwarten und durch diese Annahme zum Aufschließen mit den Panzerverbänden gebracht werden sollten – war diesen Angriffsverbänden je eine Panzerabteilung des DAK und und des 20. italienischen motorisierten Korps beigegeben, die jedoch am Abend wieder zu ihren Einheiten stoßen sollten. Die britischen Aufklärungsgruppen im Vorfeld der Gazalastellung leisteten nur geringen Widerstand und wichen auf ihre Hauptstellungen aus. Die Offensivgruppe, das DAK, die XC. leichte Division und das 20. italienischen Korps versammelten sich inzwischen in den befohlenen Räumen. Noch am Abend des 26. Juni marschierten Teile dieser Verbände in Richtung auf die Angriffsstelle der Italiener und wurden bei dieser Bewegung durch die britische Abendluftaufklärung planmäßig erkannt. Dann aber rückten auch diese Einheiten in großer Eile in den Versammlungsraum ein. Um 20.30 Uhr wurde von mir der Fall „Venezia“ befohlen. Die 10,000 Fahrzeuge der Offensivgruppe setzten sich in Bewegung. In mondheller Nacht fuhr ich im Verband des DAK mit meinem Stab der großen Panzerschlacht entgegen. Weit in der Ferne sah man ab und zu Leuchtzeichen. Es war wohl die Luftwaffe, die Bir-Hacheim mit Leuchtbomben kennzeichnen wollte. Ich war voller Spannung und erwartete ungeduldig den kommenden Tag. Was wird der Gegner tun? Was hat er bereits getan? waren Fragen, die mir durch den Kopf gingen. Der nächste Tag mußte die Lösung bringen. Ohne Unterbrechung rollten unsere Fahrzeugpulks vorwärts. Die Fahrer hatten oft große Mühe, den Anschluß an den Vordermann zu halten. Kurz vor Tagesanbruch gab es eine einstündige Rast im Raum etwa 15 bis 20 Kilometer südostwärts Bir-Hacheim. Dann kam wieder Bewegung in die große Masse und unter wirbelndem Staub und Sand stießen die Verbände ins britische Hinterland. Britische Minenfelder und Scheinanlagen machten teilweise zu schaffen, aber ein bis zwei Stunden nach Tagesanbruch waren alle Verbände der Panzerarmee im flüssigen Vormarsch auf die ihnen gesteckten Ziele. Bereits um zehn Uhr meldete die XC. leichte Division, daß sie El-Adem erreicht habe. Zahlreiche Materiallager des XXX. britischen Korps, das hier seine Versorgungsbasis hatte, waren ihr in die Hände gefallen. Gegen Mittag reagierte die britische Führung und es kam dort zu heftigen Gefechten. Inzwischen waren auch die Panzerverbände des DAK etwa zehn Kilometer südostwärts Bir-El-Harmat mit der 4. britischen Panzer- und der 3. indischen motorisierten Brigade zusammengestoßen. Eine Panzerschacht entbrannte. Leider traten unsere Panzerverbände ohne irgendeine Artillerieunterstützung an, obwohl ich ihnen immer wieder nahegelegt hatte, erst anzugreifen, wenn die eigene Artillerie ihr Feuer eröffnet hat. Aber auch eine britische Überraschung wartete hier unser und wirkte sich ungünstig aus: Der neue Grant-Panzer, der vom Gegner in dieser Schlacht zum erstenmal eingesetzt wurde. Auf beiden Seiten zerbarst ein Panzer nach dem anderen im Feuer der Kanonen. Nachdem auch wir schwere Verluste erlitten hatten, konnten wir die Engländer endlich auf den Trigh-El-Abd zurückwerfen. Sie gingen jedoch von dort aus bald wieder zum Angriff über. Als ich mit meinem Stab um die Mittagszeit die XC. leichte Division bei El-Adem erreichen wollte, wurde unsere Kolonne von britischen Panzern angegriffen und mußte abdrehen. Der Zusammenhang zwischen XC. leichter Division und DAK war unterbrochen. Wir versuchten nun, uns wieder zum DAK zurückzuschlagen. Plötzlich sahen wir uns einer britischen Batterie gegenüber, die wohl aus der Gegend Bir-Hacheim nach Tobruk rollte. Obwohl der Stab nicht gerade über nennenswerte Kräfte verfügte, griffen wir die Engländer aus der Bewegung heraus an und vereinnahmten sie. Anscheinend wurden sie völlig überrascht.“

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Für wen die Wahrheit da ist. – Bis jetzt sind die Irrtümer die trostreichen Mächte gewesen: nun erwartet man von den erkannten Wahrheiten die selbe Wirkung und wartet ein Wenig lange schon. Wie, wenn die Wahrheiten gerade dies – zu trösten – nicht zu leisten vermöchten? – Wäre dies denn ein Einwand gegen die Wahrheiten? Was haben diese mit den Zuständen leidender, verkümmerter, kranker Menschen gemeinsam, dass sie gerade ihnen nützlich sein müßten? Es ist doch kein Beweis gegen die Wahrheit einer Pflanze, wenn festgestellt wird, dass sie zur Genesung kranker Menschen Nichts beiträgt. Aber ehemals war man bis zu dem Grade vom Menschen als dem Zwecke der Natur überzeugt, daß man ohne Weiteres annahm, es könne auch durch die Erkenntnis Nichts aufgedeckt werden, was nicht dem Menschen heilsam und nützlich sei, ja, es könne, es dürfe gar keine anderen Dinge geben. – Vielleicht folgt aus alledem der Satz, daß die Wahrheit als Ganzes und Zusammenhängendes nur für die zugleich mächtigen und harmlosen, freud- und friedenvollen Seelen (wie es die des Aristoteles war) da ist, ebenso wie diese wohl auch nur im Stande sein werden, sie zu suchen: denn die anderen suchen Heilmittel für sich, mögen sie noch so stolz über ihren Intellekt und dessen Freiheit denken, – sie suchen nicht die Wahrheit. Daher kommt es, daß diese Anderen so wenig ächte Freude an der Wissenschaft haben und ihr Kälte, Trockenheit und Unmenschlichkeit zum Vorwurf machen: es ist dies das Urteil der Kranken über die Spiele der Gesunden. – Auch die griechischen Götter verstanden nicht zu trösten; als endlich auch die griechischen Menschen allesamt krank wurden, war dies ein Grund zum Untergang solcher Götter.“ (Friedrich Nietzsche, Morgenröte)

Dem griechischen Philosophen Aristoteles wollen wir Panzertiere heute gedenken, weil dieser unsere deutschen Denker gar sehr beeinflußt hat und diese daher vielfach das Rad nicht neu erfinden mußten. Von 384 bis 322 hat er gelebt und zumindest als Lehrer scheint er unerreicht zu sein. Denn sein Schüler war der Welteroberer Alexander. Daneben richtete er in Athen seine eigene Philosophenschule ein und diese nannte man die Wandelnden, da der Meister beim Denken gern umherlief – eine Vorgehensweise, die übrigens auch unser Nietzsche den Denkern anrät. Viele Naturwissenschaften wurden vom Aristoteles ins Leben gerufen und seine erhaltenen Schriften über die Logik, die Redekunst, die Metaphysik, die Dichtkunst, die Sittenlehre oder die Staatskunst sind noch immer lesenswert. – So zerlegt der Aristoteles etwa, mit dem Verweis auf die menschliche Natur, einfach mal so den Kommunismus: „Außerdem hat jene Lehre einen weiteren Fehler. Was den meisten gemeinsam ist, erfährt am wenigsten Fürsorge. Denn um das Eigene kümmert man sich am meisten, um das Gemeinsame weniger oder nur soweit es den einzelnen angeht. Denn, abgesehen vom übrigen, vernachlässigt man es eher, weil sich doch ein anderer darum kümmern wird, so wie auch in den häuslichen Dienstleistungen viele Diener zuweilen weniger leisten als wenige. Nun bekommt aber jeder Bürger tausend Söhne, und diese nicht als Söhne eines einzelnen, sondern jeder beliebige ist gleichmäßig Sohn von jedem beliebigen. Also werden sie sie alle gleichmäßig vernachlässigen.“ – Die Aristoteles-Gedächtnisfeier ist sozusagen unser Wandertag, da diese im (gefürchteten) Panzerschlacht- und Geburtstagskalender (über die Jahre) von einer Leerstelle zur anderen wandert. Gefeiert wird der Aristoteles stilecht mit Wein und Auszügen aus seinen Werken. Aus der Staatskunst hören wir nun, warum der Mensch ein staatenbildendes Wesen im höheren Sinne ist: https://archive.org/details/aristotelouspoli02arisuoft

Daß ferner der Mensch in höherem Grade ein staatenbildendes Lebewesen ist als jede Biene oder irgendein Herdentier, ist klar. Denn die Natur macht, wie wir behaupten, nichts vergebens. Der Mensch ist aber das einzige Lebewesen, das Sprache besitzt. Die Stimme zeigt Schmerz und Lust an und ist darum auch den anderen Lebewesen eigen (denn bis zu diesem Punkt ist ihre Natur gelangt, daß sie Schmerz und Lust wahrnehmen und dies einander anzeigen können); die Sprache dagegen dient dazu, das Nützliche und Schädliche mitzuteilen und so auch das Gerechte und Ungerechte. Dies ist nämlich im Gegensatz zu den anderen Lebewesen dem Menschen eigentümlich, daß er allein die Wahrnehmung des Guten und Schlechten, des Gerechten und Ungerechten und so weiter besitzt. Die Gemeinschaft in diesen Dingen schafft das Haus und den Staat. Der Staat ist denn auch von Natur ursprünglicher als das Haus und jeder Einzelne von uns. Denn das Ganze muß ursprünglicher sein als der Teil. Wenn man nämlich das Ganze wegnimmt, so gibt es auch keinen Fuß oder keine Hand, außer dem Namen nach, wie etwa eine Hand aus Stein; nur in diesem Sinn wird eine tote Hand noch eine Hand sein. In Wahrheit ist alles bestimmt durch seine besondere Leitung und Fähigkeit, und wenn es diese nicht mehr besitzt, kann es auch nicht mehr als dasselbe Ding bezeichnet werden außer dem bloßen Namen nach. Daß also der Staat von Natur ist und ursprünglicher als der Einzelne, ist klar. Sofern nämlich der Einzelne nicht autark für sich zu leben vermag, so wird er sich verhalten wie auch sonst ein Teil zu einem Ganzen. Wer aber nicht in Gemeinschaft leben kann oder in seiner Autarkie ihrer nicht bedarf, der ist kein Teil des Staates, sondern ein wildes Tier oder Gott. Alle Menschen haben also von Natur den Drang zu einer solchen Gemeinschaft, und wer sie als erster aufgebaut hat, ist ein Schöpfer größter Güter. Wie nämlich der Mensch, wenn er vollendet ist, daß beste der Lebewesen ist, so ist er abgetrennt von Gesetz und Recht das schlechteste von allen. Das schlimmste ist die bewaffnete Ungerechtigkeit. Der Mensch besitzt von Natur als Waffen die Klugheit und Tüchtigkeit, und gerade sie kann man am allermeisten in verkehrtem Sinne gebrauchen. Darum ist der Mensch ohne Tugend das gottloseste und wildeste aller Wesen und in Liebeslust und Eßgier das schlimmste. Die Gerechtigkeit dagegen ist der staatlichen Gemeinschaft eigen. Denn das Recht ist die Ordnung der staatlichen Gemeinschaft, und die Gerechtigkeit urteilt darüber, was gerecht sei.“

Heute im Jahre 1203 wurde unser Walther von der Vogelweide urkundlich erwähnt und in Ermangelung eines Geburts- oder Todestages feiern wir unseren alten Minnesänger eben heute. Selbiger erzählt uns nun ein wenig wie man seine Kinder erziehen sollte (obwohl wir nicht wissen, ob unser Walther selbst welche hatte):

„Niemals pflanzt die Rute

Kindern ein das Gute:

Wer zu Ehren kommen mag,

Dem gilt Wort soviel als Schlag. –

Dem gilt Wort soviel als Schlag,

Der zu Ehren kommen mag.

Kindern pflanzt das Gute

Niemals ein die Rute!

Hütet eure Zungen,

Das steht wohl den Jungen.

Schiebt den Riegel vor die Tür,

Laßt kein böses Wort herfür. –

Laßt kein böses Wort herfür,

Schiebt den Riegel vor die Tür;

Das steht wohl den Jungen,

Hütet eure Zungen!

Hütet eure Augen,

Laßt sie dazu taugen:

Gute Sitten nur zu sehn,

Böse laßt sie übergehn. –

Böse laßt sie übergehn,

Gute Sitten nur zu sehn,

Dazu laßt sie taugen:

Hütet eure Augen!

Hütet eure Ohren,

Oder ihr seid Toren.

Laßt ihr böses Wort hinein,

Wird es euch zur Schande sein. –

Ja, zur Schande wirds euch sein,

Laßt ihr böses Wort hinein;

Oder ihr seid Toren:

Hütet eure Ohren!

Hütet drum der dreien,

Dieser allzufreien.

Zungen, Augen, Ohren sind

Boshaft oft, für Ehre blind. –

Boshaft oft, für Ehre blind

Ohren, Augen, Jungen sind,

Diese allzufreien:

Hütet drum der dreien!“

„Dies ist mein Mitleid mit allem Vergangenen, daß ich sehe: es ist preisgegeben, – – der Gnade, dem Geiste, dem Wahnsinne jedes Geschlechtes preisgegeben, das kommt und alles, was war, zu seiner Brücke umdeutet! Ein großer Gewalt-Herr könnte kommen, ein gewitzter Unhold, der mit seiner Gnade und Ungnade alles Vergangene zwänge und zwängte: bis es ihm Brücke würde und Vorzeichen und Herold und Hahnenschrei.“ – Sagt Nietzsche in seinem Zarathustra und auch unser heutiges Geburtstagskind Gerhard von Scharnhorst ist davor nicht gefeit. Denn die kommunistischen Russenhandpuppen in Mitteldeutschland haben doch tatsächlich versucht unseren preußischen Helden für sich propagandistisch zu vereinnahmen: https://www.youtube.com/watch?v=jdOhXkM93hs Obwohl sie gewaltsam von den Russen eingesetzt worden sind, die die altpreußischen Provinzen Pommern, Schlesien und Ostpreußen unserem alten Reich geraubt und deren Bewohner entweder niedergemetzelt oder vertrieben haben, um dieses urdeutsche Land den Polen zu schenken. Obendrein haben die Russen auch noch mit ihren amerikanischen Spießgesellen den preußischen Staat aufgelöst, dem Scharnhorst gedient und für den er bei Großgörschen die Todeswunde auf dem Schlachtfeld empfangen hat. Die kommunistischen Verräter hatten also keinerlei Recht sich auf unseren Scharnhorst zu berufen und tun dies nun auch nicht mehr, nachdem ihre Anmaßung in Mitteldeutschland ein Ende fand. Wir getreuen Deutschen dagegen feiern seinen Geburtstag noch immer. Geboren wurde unser Scharnhorst übrigens 1755 in Bordenau und seit 1801 stand er in preußischen Diensten. Sein großes Werk ist die preußische Heeresreform, die in nur sechs Jahren die preußische Armee erneuerte und Napoleon vom gallischen Thron stürzte.

In seinem Militärischen Taschenbuch fährt unser Scharnhorst mit Beispielen mißlungener Patrouillen nun noch ein wenig fort: https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10784832_00005.html

„Auch bei der größten Wahrscheinlichkeit, daß der Feind nicht zu erwarten sei, muß keine Regel der Vorschrift versäumt werden. Dies erfuhr der hessische Jägerhauptmann von Ewald, als er 1777 im amerikanischen Kriege von Rarikon-Landing aus eine Patrouille in der Nacht machen sollte, um zu sehen, ob der Feind das Defilee zu Boundbrück noch besetzt hatte. Er hatte zehn Jäher und 20 Dragoner. Mit den Jägern besetzte er ein Defilee, welches er auf dem Wege passierte. Mit den Dragonern umging er eine Plantage, wo der Feind bisher einen Posten hatte. Da er diesen nicht fand, glaubte er, der Feind habe diese Gegend verlassen, und näherte sich mit geringerer Vorsicht einer andern Plantage, die er noch passieren mußte, ehe er das zu rekognoszierende Defilee erreichte. Hier bekam er unerwartet eine Salve von 20 bis 30 Mann. Hätte er, wie er selbst bemerkt, erst den Besitzer zu sich holen lassen, ehe er sich genähert: so wäre die ganze Patrouille nicht dem Feuer ausgesetzt gewesen, das glücklicherweise in der dunkeln Nacht nicht von großer Wirkung war, Abhandlung von leichten Truppen von dem hessischen Oberleutnant von Ewald. Einem noch lebenden Offiziere von der Kavallerie wurde bei der alliierten Armee im Jahre 1760 einige Tage bevor sie das Lagen bei Sachsenhausen bezog, aufgetragen, eine Patrouille in die Gegend von Marburg durch ein Defilee mit zwanzig Pferden zu machen. Er erfuhr, daß dies Defilee nicht zu umgehen, und einige 100 Schritte lang war. Versichert, nicht abgeschnitten werden zu können, ging er mit einer Avantgarde von einem Unteroffizier und sechs Mann 50 Schritt vor dem Haupttrupp zuversichtlich in dasselbe. Kaum war er 200 bis 300 Schritt avanciert: so fiel ein Detachement Husaren auf die Avantgarde, warf diese auf die Patrouille, die eben sich retirieren wollte und nahm sie mit dem Offizier gefangen. Die tapfersten Leute könnten in dieser Lage geschlagen werden. Das Unerwartete dekontenanziert jeden er sei noch so sehr der Gefahr gewohnt. Und wird die Avantgarde zurückgeworfen: so wird schon dadurch der Haupttrupp in Unordnung gebracht. In solchen Fällen muß man wenigstens erst das Defilee mit einigen Mann passieren, und unterdes mit den Übrigen zurückbleiben. Bleibt die Gegend überhaupt aber eng, so sind einige Mann besser als mehrere. Im Jahre 1759 mußte von der alliierten Armee der nachherige englische Oberstleutnant Emmerich eine Patrouille gegen Franken machen, um Nachricht von der Reichsarmee zu erhalten. Nachdem er einige Meilen zurückgelegt, und überall, unter andern von einem katholischen Prediger erfuhr, daß der Feind sich nicht in dieser Gegend aufhalte, entschloß er sich, in einem kleinen Walde zu füttern. Ein Detachement österreichischer Husaren und die Kürassiere von Hohenzollern, welche in einem Dorfe hinter einem nahen Gehölze verborgen standen, erhielten hiervon Nachricht, überfielen ihn und hohen ihn gänzlich auf. Hätte Herr Emmerich nur die Hälfte füttern lassen und Vedetten ausgestellt, oder hätte er in einem Orte, wo er verdeckt gestanden um sich sehen konnte, gefüttert: so würde er diesem Unglücke entgangen sein.

Im Jahre 1050 wurde Kaiser Heinrich IV. geboren, der von 1056 bis 1105 über unser altes deutsches Reich geherrscht hat. Seine Herrschaft war geplagt von Aufständen und Fehden, die er aber anfangs noch recht gut gemeistert hat, wie der Markgraf Dedi von Sachsen erfahren mußte:

„Indessen trachtete Dedi, Markgraf von Sachsen, da er sich mit der Witwe des Markgrafen Otto, der vor drei Jahren gestorben war, vermählt hatte, aus allen Kräften danach, auch die Güter, welche jener von verschiedenen Herren als Lehen besessen hatte, an sich zu bringen. Als sie ihm aber niemand auf sein Verlangen gab, so ertrug er diese Schmach nicht, sondern rüstete sich zum Kriege gegen den König, bei dem es, wie er behauptete, vornehmlich gestanden hätte, daß sie ihm nicht gegeben wurden, und reizte in häufigen Unterredungen die Thüringer zur Teilnahme an der Schilderhebung. Er hoffte, dies werde leicht zu erreichen sein, weil der König durch Unterstützung des Erzbischofs bei Einforderung der Zehnten ihre Gemüter sehr von sich abwendig gemacht hätte. Jedoch wohl die stärkste Triebfeder seiner Wut war seine Gemahlin, das unbändigste Weib. Diese flößte der sanften und durch die Jahre schon ruhiger gewordenen Sinnesart des Mannes jugendlichen Geist ein, indem sie ihm immer wieder vorhielt, wenn er ein Mann wäre, so würde er nicht ungestraft Beleidigungen hinnehmen und ihrem ersten Gatten, den er an Tapferkeit und Reichtum übertreffe, nicht au Kühnheit nachstehen. Den König regte die Nachricht davon heftig auf und er zog auf das schnellste große Heerscharen zusammen, die wohl für mehrere Heerfahrten zu gleicher Zeit ausreichend gewesen wären. Da nun erschien der Bischof von Mainz, welcher glaubte, daß jetzt für ihn die Zeit gekommen sei, wo er auf Anlaß eines Reichskrieges seinen besondern Haß gegen die Thüringer befriedigen könnte, als der erbittertste Feind und reizte den König, in dieser Sache ans das strengste zu verfahren; er selbst betrieb das begonnene Werk mit allen Kräften seiner Freunde und des ganzen Mainzer Bistums. Den Thüringern entging nicht die Erbitterung des Bischofs gegen sie; ihrerseits hegten sie gegen ihn keine mildere Gesinnungen und schickten Gesandte an den König, um ihm vorzustellen, daß sie gegen ihn nichts Unbilliges und nichts Ungeziemendes vorhätten, und daß die Waffen gegen den Staat nicht mit ihrem Rate oder ihrer Begünstigung ergriffen worden; sie wären vielmehr bereit, den öffentlichen Feind auch mit Gefahr ihres Lebens zu bekämpfen, würden aber dieses mit größerer Willfährigkeit und Aufopferung tun, wenn der König die Gesetze über die Zehnten, welche ihnen durch die Gnade der vorigen Könige und Bischöfe erteilt worden wären, gültig und unverletzt bleiben ließe; komme der Bischof zu ihnen, um eine kirchliche Sache nicht mit kirchlichen, sondern mit weltlichen Waffen zu erzwingen, und wolle er ihnen durch das Recht des Kriegs die Zehnten abpressen, welche er weder nach kirchlichem Recht noch nach weltlichem Gesetz zu erlangen vermocht habe, so seien sie seit alten Zeiten durch ihren Eid gebunden und verpflichtet, Räuber und Plünderer nicht ungestraft zu lassen; es sei besser für sie, im Kriege zu sterben, als nach Verlust der Rechte ihrer Väter als Meineidige zu leben. Der König antwortete darauf gnädig und hieß sie mit voller Zuversicht auf seine Hilfe hoffen, wenn sie in der Treue beharrten; dann, als die Sache reif zu sein schien, betrat er mit feindlichem Heere Thüringen. Dort gewann er zwei Burgen, in die der Markgraf Besatzung gelegt hatte, Beichlingen und Burgscheidungen, die eine durch Übergabe, die andere mit den Waffen in der Hand. Vor die übrigen sollte das Heer unverzüglich rücken. Aber der Markgraf, welcher erkannte, daß er an keinem Orte und in keiner Feste den Angriff des Königs aushalten könne, übergab, da ihm die Hoffnung zur Gegenwehr abgeschnitten war, sich selbst und alles das Seinige. Die Thüringer, ob sie gleich, laut ihres gegebenen Wortes, dem Könige und der öffentlichen Sache hold und treu waren, übten doch gegen den Bischof von Mainz vielerlei Feindseligkeiten, forderten ihn ins Gesicht mit Beschimpfungen und Schmähungen heraus, fielen seine Krieger, wenn sie Beute forttrieben, oft in zahlreichen Haufen an, entrissen ihnen den Raub, schlugen sie zurück und jagten sie in die Flucht; endlich singen sie einige seiner Diener und zwar keine von unbedeutender Lebensstellung oder niedrigem Stande, während sie sich von dem Heere des Königs, um Beute zu machen, etwas weiter entfernt hatten und knüpften sie auf. Doch wurde ihnen vom König leichthin und verächtlich befohlen, den Zehnten zu geben, nicht als ob er bei ihrer Weigerung Gewalt zu brauchen im Sinne habe, sondern nur um den Erzbischof nicht dadurch zu beleidigen, daß er sein Versprechen nicht erfülle. Der Markgraf Dedi, eine Zeitlang in Haft gehalten, wurde zuletzt, nachdem man ihm einen nicht geringen Teil seiner Besitzungen und Einkünfte eingezogen hatte, entlassen.“

Martin Luther gehört wohl zu den widersprüchlichsten und umstrittensten Gestalten der deutschen Geschichte. Manche – wie unser General Ludendorff oder unsere Denker Fichte und Spengler – halten große Stücke auf ihn, andere – wie Nietzsche – brechen streng den Stab über ihn. Und so stehen wir Panzertiere etwas ratlos vor der Erscheinung Luthers. Sicher ist nur, daß sein geistiger Einfluß auf unsere deutsche Geschichte und Kultur zu groß sind, um ihn unter den Tisch fallen zu lassen – und außerdem nimmt die amerikanische Umerziehung seit geraumer Zeit Anstoß an unserem Luther, weil dieser eine Schrift über den Feind und seine Lügen verfaßt hat… Geboren wurde unser Luther 1483 in Eisleben und durch einen unglücklichen Blitzschlag Donars entschloß er sich die Gotteslehre zu studieren und Mönch zu werden. Das Ende vom Lied war die Reformation und Spaltung der christlichen Kirche. Man könnte hier Luther nun vorhalten, daß er damit unser deutsches Volk gespalten und der Zersplitterung unseres alten Reiches Vorschub geleistet hat. Deren schlimmste Folgen der 30jährige deutsche Bürgerkrieg und die napoleonische Fremdherrschaft waren (und deren Wirkung noch immer andauert). Doch könnte er mit der Reformation auch das Christentum zerstört haben. Denn dieses hatte sich mit dem Katholizismus in heidnische (abendländisch-europäische) Formen gehüllt und Luthers Rückführung auf die morgenländische Urform brachte auch dessen Fremdartigkeit und Widersinnigkeit zum Vorschein und hat womöglich zum späteren Absterben des Christentums viel beigetragen… Ich lasse unseren General Erich Ludendorff in seiner Schrift „Das Geheimnis der Jesuitenmacht und ihr Ende“ eine Lanze für unseren Luther brechen: https://archive.org/details/DasGeheimnisDerJesuitenmachtUndIhrEnde

Die Mittel zur erfolgreichen Vernichtung der anderen überstaatlichen Geheimmächte gaben wir bereits den Völkern. Mit diesem Werke erhalten sie, vor allem das Deutsche Volk, im Rahmen einer gedrängten Abhandlung die Waffe, die sie für den Abwehr- und Vernichtungskampf gegen die Jesuiten gebrauchen, die seit fast 400 Jahren gegen sie den „Kulturkampf“ in Fortsetzung des 1000jährigen Vernichtungskampfes weiterführen, der ihnen Blut, Eigenart und Freiheit nehmen soll. Die Völker können aus diesem Werke erkennen, daß es zwischen ihrem Lebenswillen zur Freiheit und dem Machtstreben des Jesuitengenerals irgendeinen Ausgleich nicht gibt und nie geben kann. Das kriegerische Gebot „unter der Fahne des Kreuzes Gott Kriegsdienste zu leisten“, wurde dem Orden zu einer Zeit gegeben, der die größte Krise in der Geschichte der römischen Kirche war. Die Sittenlosigkeit der Päpste einerseits, andererseits der auch von ihnen geförderte Humanismus hatten die päpstliche, ja die Macht der ganzen Kirche stark geschwächt. Die Reformatoren, in erster Linie Luther, fanden allerwärts, sogar in Italien selbst, einen wohl vorbereiteten Boden. Die Deutschen wie die anderen germanischen Völker und die germanische Oberschicht in den romanischen und slawischen Staaten hatten den Katholizismus und hiermit das zum größten Teil von den Schultern geworfen, oder waren doch im Begriff, es abzuschütteln, was die römische Kirche in Jahrhunderten, geheim unterstützt vom Judentum, auf sie geladen hatte. Innerhalb der römisch-katholisch Gebliebenen aber gärte es stark. Es war nicht abzusehen, wohin das führen konnte. Die Völker hörten wieder vernehmlicher die Stimme ihres Blutes. Sie wollten sich auch wieder Gewissens- und Geistesfreiheit verschaffen und begannen die Jugend aus dem ungeheuerlichen Tiefstand der Mönchsschulen zu retten. Das römische Papsttum sah sich vor dem Erwachen der Völker in größter Gefahr, aber nicht minder zitterte das Judentum. Dieses besonders, weil in Spanien eine gewaltige judenfeindliche Abwehrbewegung entstanden war, und in Deutschland Luther, dessen Anhang ständig wuchs, in den dreißiger Jahren des 16. Jahrhunderts die Geheimlehren der Juden durchforscht hatte und seitdem immer heftiger judenfeindlich auftrat. Das Judentum erkannte gut die Gefahr und wußte nicht, wie weit es sie durch den Bruder Freimaurer Melanchton bannen konnte. Das Papsttum, in seinen Trägern oft judenblütig und vollständig verkommen, war unfähig, aus sich heraus etwas zu schaffen, was es der drohenden Flut empörter Völker entgegenstellen konnte, noch weniger etwas, womit es sie zurückzudämmen vermocht hätte. Aber das Papsttum war doch noch eine Macht. Diese Macht nutzte der Jude aus. Judentum und Papsttum traten unter der „Fahne des Kreuzes“ zusammen, die ja der Jude so oft und so gern in die feindlichen Reihen getragen hatte. Der Jude saß durch Paul III., einen der lasterhaftesten aller Päpste, auf dem päpstlichen Throne und war mit Lainez, Salmeron und Polanco, vielleicht noch anderen Juden in der Gesellschaft des krankhaften christlichen Eiferers, Ignaz von Loyola (Ignaz von Loyola war Baske. Er wurde 1491 geboren und stark 1556. Sein Charakter geht so klar aus dem Wesen seines Ordens und allen seinen Anordnungen hervor, daß sie die Leser ihn nur zu gut kennenlernen werden. Nähere Angaben über diesen sogar mit Luther verglichen worden. Luthers Werk legte den Grundstein zur Befreiung der Völker, das Loyolas, unter jüdischem Antrieb, zu neuer Knechtung), der, wenn auch vielleicht selbst nicht judenblütig, es jedenfalls bedauert hat, von Geburt kein Jude zu sein. Ja, so stark verjudet war in den ersten Jahrzehnten nach seinem Entstehen der ganze Orden, daß nicht nur sehr viele Mitglieder, sondern auch der zweite und dritte Ordensgeneral Juden (Jacob Lainez 1556-65 und Franz Borgia 1565-72) waren, und Philipp II., König von Spanien, darauf drang, daß der fünfte Ordensgeneral Aquaviva 1593 ein Gebot erließ, Judenblütige nicht mehr in den Orden aufzunehmen, ein Gebot, das sehr bald darauf erheblich gemildert wurde, da die Judenschaft innerhalb und außerhalb des Ordens dagegen Sturm lief. Hinter Ignaz von Loyola standen leitend Juden, namentlich Lainez und auch Polanco. Der Jude, Papst Paul III., begriff rasch, daß ihm hier von seinen Blutsbrüdern Hilfe kam. Er ergriff „den Finger Gottes“ und verband auf Gedeih und Verderb, unter der Preisgabe vieler Rechte, 1540 das Papsttum mir dem Jesuitenorden in der Person des Generals. Vielleicht ahnte er nicht, daß er damit in dem Jesuitengeneral einen Mächtigeren neben den Papst, wenn auch in dessen Schatten, stellte, und er eine Macht gründete, die auch dem jüdischen Machtstreben eines Tages hinderlich werden konnte.“

Auf Luthers Schrift vom Feind und seinen Lügen sei hier ausdrücklich verwiesen (holt sie euch, bevor es der Heiko und sein Lustknabe Anette tun): https://archive.org/details/VonDenJudenUndIhrenLuegen

Es muß getrunken werden, wie der Lateiner sagt. Der Grund? Unser Schiller hat heute Geburtstag. Als Johann Christoph Friedrich Schiller wurde er 1759 in Marbach geboren und sollte noch zu Lebzeiten ein großer Dichter werden. Daß ich mir zu dessen Feier die „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“ dürfte ja wohl klar sein. Waghalsige Verschwörungen im Italien der Renaissance sind schließlich genau mein Ding. Genau gesagt suche ich mir Schillers berühmte Tierfabel aus dem Fiesco aus: http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Dramen/Die+Verschwörung+des+Fiesco+zu+Genua

„Fiesco (der sich niedersetzt).

Genueser – Das Reich der Tiere kam einst in bürgerliche Gärung, Parteien schlugen mit Parteien, und ein Fleischerhund bemächtigte sich des Throns. Dieser, gewohnt, das Schlachtvieh an das Messer zu hetzen, hauste hündisch im Reich, klaffte, biß und nagte die Knochen seines Volks. Die Nation murrte, die Kühnsten traten zusammen und erwürgten den fürstlichen Bullen. Jetzt ward ein Reichstag gehalten, die große Frage zu entscheiden, welche Regierung die glücklichste sei? Die Stimmen teilten sich dreifach. Genueser, für welche hättet ihr entschieden?

Erster Bürger.

Fürs Volk. Alle fürs Volk.

Fiesco.

Das Volk gewann’s. Die Regierung ward demokratisch. Jeder Bürger gab seine Stimme. Mehrheit setzte durch. Wenige Wochen vergingen, so kündigte der Mensch dem neugebackenen Freistaat den Krieg an. Das Reich kam zusammen. Roß, Löwe, Tiger, Bär, Elephant und Rhinozeros traten auf und brüllten laut zu den Waffen! Jetzt kam die Reih‘ an die Übrigen. Lamm, Hase, Hirsch, Esel, das ganze Reich der Insekten, der Vögel, der Fische ganzes menschenscheues Heer – alle traten dazwischen und wimmerten: Friede. Seht, Genueser! Der Feigen waren mehr, denn der Streitbaren, der Dummen mehr, denn der Klugen – Mehrheit setzte durch. Das Tierreich streckte die Waffen, und der Mensch brandschatzte sein Gebiet. Dieses Staatssystem ward also verworfen. Genueser, wozu wäret ihr jetzt geneigt gewesen?

Erster und Zweiter.

Zum Ausschuß! Freilich zum Ausschuß!

Fiesco.

Diese Meinung gefiel! Die Staatsgeschäfte teilten sich in mehrere Kammern. Wölfe besorgten die Finanzen, Füchse waren ihre Sekretäre. Tauben führten das Kriminalgericht, Tiger die gütlichen Vergleiche, Böcke schlichteten Heiratsprozesse. Soldaten waren die Hasen; Löwen und Elephant blieben bei der Bagage; der Esel war Gesandter des Reichs, und der Maulwurf Oberaufseher über die Verwaltung der Ämter. Genueser, was hofft ihr von dieser weisen Verteilung? Wen der Wolf nicht zerriß, den prellte der Fuchs. Wer diesem entrann, den tölpelte der Esel nieder. Tiger erwürgten die Unschuld; Diebe und Mörder begnadigte die Taube, und am Ende, wenn die Ämter niedergelegt wurden, fand sie der Maulwurf alle unsträflich verwaltet – Die Tiere empörten sich. Laßt uns einen Monarchen wählen, riefen sie einstimmig, der Klauen und Hirn und nur einen Magen hat – und einem Oberhaupt huldigten alle – einem, Genueser – aber (indem er mit Hoheit unter sie tritt) es war der Löwe.

Alle (klatschen, werfen die Mützen in die Höhe).

Bravo! Bravo! das haben sie schlau gemacht.

Erster.

Und Genua soll’s nachmachen, und Genua hat seinen Mann schon.

Fiesco.

Ich will ihn nicht wissen. Gehet heim! Denkt auf den Löwen!“