Am Pass von Kasserine wurde im Jahre 1943 ein weiterer großer deutsch-italienischer Sieg von unserem Wüstenfuchs Rommel erfochten. Dieses Mal mußten zur Abwechslung nicht die Engländer, sondern die Amerikaner dran glauben. Diese meinten nämlich, daß sie mit 30,000 Kriegsknechten unserem Rommel und seinen 22,000 Recken gewachsen gewesen wären. Waren sie aber nicht und mit einem Verlust von 10,000 Mann mußten sie nach dreitägiger Schlacht das Weite suchen. Wovon uns nun die italienische Wochenschau berichtet: https://www.youtube.com/watch?v=HPGrq0Yt0Es Im Panzerbuch unseres Rommels – „Krieg ohne Haß“ genannt – heckt unser Feldherr und Held nun einen verwegenen Schlachtplan aus, um die feindliche Übermacht in Nordafrika zu zerschmettern:

„Anscheinend marschierten die Amerikaner auf Tebessa zurück. Die feindliche Führung schien nervös zu werden und die Unsicherheit derjenigen zu haben, die das erste Mal in einer schwierigen Lage einen Verband auf dem Schlachtfeld führen. Nachdem nun das Unternehmen während vier Tagen günstig verlaufen war, beabsichtigte ich, mit allen Kräften auf Tebessa vorzugehen, um diese wichtige Flugbasis, Versorgungs- und Verkehrszentrale in die Hand zu bekommen. Von dort aus wollten wir in das Hinterland der alliierten Kräfte stoßen. Schon immer hatte die Lage auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz wegen unserer konstanten Unterlegenheit ein großes Risiko für mich enthalten. Niemals hatte ich jedoch Vabanque gespielt, sondern auch bei den gewagtesten Unternehmungen noch so viel in der Hand gehabt, daß ich jeder Situation gewachsen war und nicht befürchten mußte, alles zu verlieren. In der Lage, in der wir uns nunmehr befanden, mußte jedoch noch mehr gewagt werden. Ohne Frage wäre das geplante Unternehmen für uns riskant geworden, wenn die angloamerikanische Führung operativ richtig denkend mit der Masse ihrer Truppen zum Angriff gegen unsere tiefe Flanke angetreten wäre, um unsere Nachschubbasis in Besitz zu nehmen und somit die Offensivgruppe aufs Trockene zu setzen. Doch Leute, die ihre Schlachten bislang nur in der Theorie geschlagen haben, reagieren meist mehr direkt als indirekt auf die Maßnahmen des feindlichen Führers. Anfänger haben oft nicht den Mut, Entscheidungen nach der reinen militärischen Zweckmäßigkeit zu fällen ungeachtet der eigenen psychischen Belastung. Ich war überzeugt, daß der Stoß der zusammengefaßten Panzer- und motorisierten Verbände beider Armeen über Tebessa hinaus die Briten und Amerikaner mit der Masse ihrer Truppen zwingen wird, nach Algerien zurückzugehen. Damit wäre der Aufmarsch erheblich verzögert worden. Unbedingt notwendig war es nur, daß der Stoß so bald als möglich erfolgt und die Offensivgruppe so stark gemacht wird, daß sie den etwa aufflackernden gegnerischen Widerstand schnell überwinden und auf die freie Straße durchbrechen kann. Der Angriff nach Norden mußte möglichst weit hinter der angloamerikanischen Front erfolgen, damit die Alliierten nicht in der Lage sind, eilends ihre Reserven auf die Pässe zu werfen und unseren Vormarsch aufzuhalten. Die zu erwartenden feindlichen Angriffe in unsere Flanke glaubte ich mit Sicherheit durch die Besetzung einiger Pässe und Straßenstellen aufhalten zu können. Ob die feindliche Hauptgruppe den Wettlauf mit meinen Offensivverbänden gewinnt, war immerhin fraglich.“

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Die Griechen sollten sich auf ihre alten Stärken Handel und Gewerbe besinnen

Abgesehen von der überfälligen Abkehr von den neumodischen Freihandelsirrlehren und der Rückkehr zur Staats- und Wirtschaftslehre des Aristoteles – „Unter den notwendigen Ämtern ist die Fürsorge für den Markt das erste. Da muß ein Amt bestehen, das die Aufsicht über die Geschäfte und die Ordnung führt. Denn so ziemlich alle Staaten sind gezwungen, untereinander zu kaufen und zu verkaufen, damit jeder die notwendigen Güter erhält.“ – täte Griechenland gut daran sich auf seine alten Stärken zu besinnen und sich wieder dem Handel, der Seefahrerei und dem Gewerbe zu widmen, denn so schön und bequem der Fremdenverkehr auch sein mag, ein Volk von zehn Millionen Menschen vermag er nicht zu ernähren und lange Zeit waren die Griechen als Händler und Handwerker sehr erfolgreich tätig und vermochten hier selbst den Phöniziern, als Archetypus des Händlervolkes, das Wasser abzugraben. Die Wirtschaftswirren werden kein Ende nehmen, bevor das Land eine tragfähige Volkswirtschaft erhalten hat.

Den Fall der gallischen Festung Belfort im Jahre 1871 feiern wir Deutschen heute. Im Buch vom Fürsten heißt es ja nicht ohne Grund, daß man sein Land gegen äußere Feinde mit dem Heer, seine Herrschaft im Inneren aber durch Festungen verteidigen soll. Das Buch vom Fürsten scheinen die Gallier aber irgendwie nicht so recht zu mögen (man denke hier an den Gecken Voltaire). Unser General Udo von Treskow belagerte in Belfort ungefähr 17,000 Gallier mit einer Streitmacht von 18,000 Recken. Die Gallier nun wollten unsere Belagerung ihrer Festung sprengen und entsandten ihre Ostarmee, von deren Anmarsch uns nun Moltke der Ältere, wie gewohnt, aus seiner Geschichte des gallischen Krieges von 1870-71 berichtet: https://archive.org/details/geschichtedesdeu00moltuoft

„Verbürgte Nachrichten gaben die Stärke der Franzosen bei Besancon auf 62,000 Mann an. Hatten diese sich bisher völlig untätig verhalten, so schienen sie nunmehr ernstlich zum Entsatz der bedrängten Festung längst des Doubs vorgehen zu wollen. Hier war das Schloß von Montbeliard zur Verteidigung hergerichtet, durch ein Bataillon besetzt und mit schwerem Geschütz ausgerüstet. Zwischen Doubs und Schweizer Grenze stand General von Debschitz mit acht Bataillonen, zwei Eskadrons und zwei Batterien bei Delle, und General von Werder versammelte das XIV. Korps bei Rocroy, Aillevans und Athejans, um jeder Störung der Belagerung mit allen Kräften entgegenzutreten. Vom 5. Januar an entspann sich eine Reihe von Gefechten vor Vesoul, bei welchen der Gegner von Süden und Westen her bis auf Entfernung von einer Meile an diese Stadt herandrang. Es unterlag keinem Zweifel mehr, daß hier sehr erhebliche Streitkräfte im Anrücken begriffen waren. Auch östlich des Ognon über Rougemont gingen feindliche Abteilungen vor, jedoch in minderer Stärke. In diesen Gefechten nun wurden 500 Gefangene gemacht, und zugleich ergab sich, daß sie außer dem 18. auch dem 24. und 20. Korps, mithin der Armee Bourbaki, angehörten, und dieser Umstand warf plötzlich Licht auf eine gänzlich veränderte Kriegslage. Im großen Hauptquartier zu Versailles hatte man richtig geurteilt, als Anfang Januar ein beabsichtigtes Zusammenwirken der Generale Chanzy und Bourbaki vermutet wurde. Dem Vorgehen des Ersteren begegnete, wie wir gesehen, Prinz Friedrich Karl bereits am Loix, und auch der Letztere hatte tatsächlich dem Vormarsch über Montargis eingeleitet, um das bedrängte Paris zu entsetzen. Aber bei ihm verzögerte sich die Ausführung bis zum 19. Dezember, wo die II. deutsche Armee von ihrem Zuge gegen Le Mans bereits nach Orleans zurückgekehrt war. General Bourbaki mußte nun gewärtigen, daß diese seinem weiteren Vorschreiten in die Flanke fallen werde, und um so bereitwilliger ging er auf einen anderen Plan ein, welcher von dem Delegierten de Freycinet entworfen und durch den Diktator Gambetta geheißen war. Danach sollte das 15. Korps bei Bourges verbleiben und diesen Ort in verschanzter Stellung bei Vierzon und Nevers sichern, das 18. und 20. hingegen auf der Eisenbahn sofort nach Beaune übergeführt werden, um vereint mit Garibaldi und Cremer, 70,000 Mann stark, Dijon in Besitz zu nehmen. Ebenso mittels der Eisenbahn war das neu formierte 24. Korps aus Lyon nach Besancon heranzuschaffen, wo es mit den bereits dort stehenden Abteilungen die Stärke von 50,000 Mann erlangen sollte. In gemeinsamer Operation mit den „victorieux de Dijon“ werde es dann leicht sein, „meme sans coup ferir“, die Belagerung von Belfort aufzuheben. Die bloße Anwesenheit dieser Masse von weit über 100,000 Mann genüge, um alle Angriffe auf die nördlichen Festungen aufhören zu lassen, jedenfalls habe man die Gewißheit, sämtliche Verbindungslinien der feindlichen Heere zu durchschneiden, und könne später auch ein Zusammenwirken mit Faidherbe in Aussicht nehmen.“

Die Griechenlandhilfe scheint zu einer Dauereinrichtung zu werden

Man muß kein Schelm sein, um hier zu denken, was Walter von der Vogelweide über die Spendensammlung der Kirche zur Befreiung des heiligen Landes gesagt hat: „Doch fließt vom Silber, fürcht ich, nicht viel ins heilige Land, Denn nie pflegt zu verteilen den Raub des Pfaffen Hand; Ihr seid zu unserm Schaden, Herr Opferstock, gesandt – Ihr sucht hier Törinnen und Narren.“ Entsprechend wäre es wohl billiger den Griechen einmal ihre Schulden zu erlassen als ihnen immerzu frisches Geld zur Bezahlung ihrer alten Schulden leihen zu müssen. Zumal man ja dieses Geld nicht hat, sondern selbst ständig neue Schulden machen muß, um den Griechen frisches Geld leihen zu können. Dies mag zwar die Banken glücklich machen, ist aber ein ganz und gar unsinniges Finanzgebaren. Freilich, so sehr die Griechen nun auch über die Feigenblättchen jammern, mit denen sie Sparmaßnahmen vorgaukeln, im Falle eines Staatsbankrottes müßten sie fortan mit ihren Steuereinnahmen auskommen und dies dürfte ihnen hart dünken.

Laßt uns froh und munter sein, denn bald ist die Spielgelddämmerung endlich da

Kaum zwei Wochen hat die sündhaft teure Notrettung des Spielgeldes Euro ausgereicht und schon wieder will das Ausland aus Deutschland weitere Unsummen herauspressen und seine niederen Diener, die Parteien, wird ihm schon zu Willen sein, denn die Nichtkanzlerin hat ja bekanntlich öffentlich geschworen, daß sie bereit ist alles für das Spielgeld Euro – das die Franzosen nicht grundlos ein Versailles ohne Krieg nennen – aufzuopfern; und die Parteienwidersacher der Nichtkanzlerin beschuldigen diese nicht etwa der widerrechtlichen Verwendung deutscher Steuergelder, sondern machen ihr dreiste Vorhaltungen wegen ihres Zögerns und Zaudern und fordern noch mehr und noch rascher zu bezahlen. Damit aber hat die Parteienherrschaft ihr Schicksal an das Spielgeld Euro gebunden und wird mit diesem fallen; denn jeder Spaß hat auch sein Ende und die Ungarn haben nun damit angefangen die Verantwortlichen für den Staatsbankrott gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen wie dies die Ungarn planen.

Das Märchen vom Nutzen des inflationären Spielgeldes Euro für Deutschland

Die hierbei betriebene Agitation der verschiedenen Diener der Parteienhydra ist geradezu putzig: So als ob das liebe Volk nicht selbst denken könnte; denn wenn jemand zu viele Waren auf Schulden kauft und der Gläubiger dann selbst Schulden machen muss, um für die Schulden seines Schuldners aufzukommen, so ist klar, dass hier der Gläubiger/Verkäufer derjenige ist, der allein alle Nachteile und Lasten zu tragen hat; und so kauft heute ganz Europa hochwertige deutsche Waren auf Schulden und für die Schulden soll dann auch noch Deutschland aufkommen; und die niederträchtige Parteienhydra lässt dann ihre Diener frech und dreist behaupten, Deutschland sei der größte Nutznießer des inflationären Spielgeldes genannt Euro? Nimmermehr soll ihnen dieses Bubenstück ungestraft hingehen! Allerdings werden die Parteien solange ungestört weiter herrschen können wie die Wirtschaft es den Deutschen erlaubt ihr Auskommen zu finden; ändert sich dies, so ist die Schilderhebung gegen die Parteien bald da.

Eine gewisse Ähnlichkeit mit der antiken Sappho kann man unserer Sappho der Romantik, Karoline von Günderrode, wohl nicht absprechen. Die Vergleichung von beider Gedichte überlasse ich aber den Literaturgelehrten und wünsche stattdessen unserer Karo alles Gute zum Geburtstag. Und weil es die Dichter immer freut, wenn man ihre Gedichte zitiert, so will ich das Gedicht „Vorzeit, und neue Zeit“ von unserer Karo rezitieren (aber nur, wenn sie mich dafür beim Risiko auch einmal gewinnen läßt):

„Ein schmaler rauer Pfad schien sonst die Erde.

Und auf den Bergen glänzt der Himmel über ihr,

Ein Abgrund ihr zur Seite war die Hölle,

Und Pfade führten in den Himmel und zur Hölle.

Doch alles ist ganz anders jetzt geworden,

Der Himmel ist gestürzt, der Abgrund ausgefüllt,

Und mit Vernunft bedeckt, und sehr bequem zum gehen.

Des Glaubens Höhen sind nun demolieret.

Und auf der flachen Erde schreitet der Verstand,

Und misset alles aus, nach Klafter und nach Schuen.“